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Kosten/Nutzen und Kosten/Wirksamkeits- Analysen verschiedener Versorgungsangebote in der Geburtshilfe

Ziel: Evaluation der entstehenden Kosten, Nutzen und Wirksamkeiten in zwei Kreißsaalmodellen
Zielgruppe: Die Evaluation berücksichtigt die Perspektive der Gebärenden, der Kostenträger und der Leistungserbringer
Design: Prospektive, kontrollierte Multicenter-Studie, piggy-back-designed
Methode: Dokumentation der Geburt und schriftliche Befragung von 750 Frauen acht Wochen und sechs Monate nach der Geburt, Interviews mit den Verantwortlichen des Controllings und den leitenden Hebammen, Leistungserfassung der beteiligten Akteure, partielle Prozesskostenrechnung, Beurteilung der Lebensqualität der Studienteilnehmerinnen, Bewertung der Präferenzen der Studienteilnehmerinnen
Instrumente: Willingness-to-pay-Fragebogen, SF-36 (SF-6D), EQ-5D, Edinburgh Postnatal Depression Scale, u.w.
Laufzeit: 01.02.2007 - 31.03.2011
Finanzierung: BMBF, Förderschwerpunkt „Angewandte Pflegeforschung“, FK: 01 GT 0616

Mit diesem Forschungsprojekt wird in Deutschland erstmalig eine ökonomische Evaluation klinischer, geburtshilflicher Versorgung durchgeführt.
Die Interventionsgruppe in dieser Studie setzt sich aus Frauen zusammen, die für die Geburt ihres Kindes den Hebammenkreißsaal wählen. Die Kontrollgruppe definiert sich aus der Gruppe der Frauen, die den üblichen Kreißsaal mit einer Betreuung durch Hebamme und Arzt wählen.


Mit Hilfe der ökonomischen Evaluationsverfahren Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) und Kosten-Wirksamkeits-Analyse (KWA) werden die beiden Kreißsaalmodelle bewertet. Ziel ist es, die Versorgungsvariante der Geburtsbetreuung für gesunde Schwangere bzw. Gebärende zu identifizieren, welche bei gleicher Kostenlage eine höhere Qualität oder bei gleicher Qualität niedrigere Kosten aufweist.


Die Erfassung der Wirksamkeits-Indikatoren erfolgt als „piggy-back-design“ zur Erhebung klinischer Daten aus dem Parallelprojekt Multicenter-Studie; die Daten werden in der ökonomischen Evaluation berücksichtigt.
Die betriebswirtschaftlichen Daten werden direkt in den Verwaltungen der Kliniken und bei den Kostenträgern erhoben sowie über teilnehmende Beobachtung von Teilprozessen ermittelt. Zusätzlich findet eine Auswertung der Sachkosten über eine entwickelte Geburtsdokumentation der Multicenter-Studie statt. Des Weiteren wird ein Instrument zur Zeiterfassung der beteiligten Berufsgruppen eingesetzt, um den Personalaufwand im Geburtsprozess evaluieren zu können.


Der Nutzen wird über das Einsparungspotential im Alternativenvergleich und über die monetär ausgedrückte Präferenzstärke der Nutzerinnen vor und nach der Geburt definiert.

 

s.a. Postergalerie



Projektleiter:
Prof. Dr. rer. pol. Manfred Haubrock
www.manfred-haubrock.de
 
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:
Nina Knape, Dipl.-Kauffrau (FH), Hebamme

Rainhild Schäfers, Dipl. Pflegewirtin (FH), Hebamme (seit 1.10.2008)

 

Studentische Mitarbeiterinnen: Brigitte Mömming, Iljana Papschewa, Stephanie Röhnisch 


Kontakt: 
Hochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Postfach 1940
49009 Osnabrück
 
Tel.: 0541/969-3473 (Knape), 0541/969-969-3238 (Schäfers)


Fax: 0541/969-3765
E-Mail: knape(at)wi.hs-osnabrueck.de; schaefers(at)wi.hs-osnabrueck.de

 

 

Diese Studie kooperiert mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Pflegeforschungsverbund NRW.