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Geburtshilfe neu denken: Bericht zur Situation und Zukunft des Hebammenwesens in Deutschland
Der Bericht „Geburtshilfe neu denken“ entstand in Kooperation mit dem Bund Deutscher Hebammen e.V. und finanzieller Förderung der Robert Bosch Stiftung. Er setzt mit seiner umfassenden Analyse und Darstellung der Hebammentätigkeit in Deutschland einen neuen Akzent.
Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit sind vitale Ereignisse im Leben einer Frau und einer Familie – und primär physiologische. Deshalb sollten in der Gesundheitsversorgung diejenigen Leistungen und Handlungsansätze stärker berücksichtigt werden, die auf die Unterstützung und den Erhalt von Gesundheit ausgerichtet sind. Die Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit stellt für die Eltern – und insbesondere für die Mutter – eine biographische Übergangssituation dar, die Einfluss auf ihre zukünftige gesundheitliche Verfassung und ihr gesundheitsrelevantes Verhalten hat. Sie eröffnet Möglichkeiten, gesundheitsförderliche Ressourcen zu entdecken und im familiären Leben weiterzuentwickeln. Die gesundheitliche Versorgung sollte von einer individuellen und durchgängigen Betreuung von Frauen und ihren Kindern geprägt sein.
Der Bericht macht mit seiner Analyse darauf aufmerksam, dass der Berufsstand der Hebamme für die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention ein Potenzial bietet, welches gesellschaftlich wesentlich mehr als bisher genutzt und gefördert werden muss.
Um in Zukunft jungen Familien eine bedarfs- und bedürfnisangepasste Versorgung anbieten zu können, werden Empfehlungen ausgesprochen sowohl für die Familien- und Gesundheitspolitik, als auch für Reformen in der Ausbildung und Forschung.
Publikation
Sayn- Wittgenstein, F. zu (Hg.). (2007). Geburtshilfe neu denken. Bericht zur Situation des Hebammenwesens in Deutschland. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle: Hans Huber Verlag.
Pressemitteilung der Fachhochschule Osnabrück und des Bund Deutscher Hebammen März 2006
















