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Der Verbund Hebammenforschung

Der Verbund Hebammenforschung hat sich als eigener Forschungsbereich aus spezifischen Fragestellungen zu frauen- und familienorientierten geburtshilflichen Versorgungskonzepten im Profil Gesundheit an der Fachhochschule Osnabrück entwickelt.


Die Mitarbeiterinnen um Frau Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein entstammen verschiedenen akademischen Fachrichtungen. Viele von ihnen verfügen zudem über langjährige klinische wie außerklinische geburtshilfliche Erfahrungen.


Fragestellungen der Studien im Verbund Hebammenforschung orientieren sich an einem Verständnis von Hebammenarbeit entlang eines Betreuungsbogens. Dieser spannt sich über die Lebensphase von Frauen beginnend mit der Familienplanung, über Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und früher Elternschaft.


Ziele der Forschung sind zum einen die Arbeit von Hebammen systematisch weiterzuentwickeln und zum anderen die Versorgungsleistungen in dieser Lebensphase gezielter an den Bedürfnissen und dem Bedarf der Frauen und ihrer Familien ausrichten zu können. Die derzeitige Fragmentierung der Versorgungsleistungen für Frauen in der Schwangerschaft, während der Geburt und im Wochenbett soll überwunden werden durch aufeinander aufbauende und sich aufeinander beziehende Betreuungs- oder Versorgungskonzepte.

Aus diesem Grund liegt dem Verbund Hebammenforschung der Praxis-Theorie-Praxis-Transfer am Herzen. Kooperationen bestehen mit verschiedenen Institutionen, Berufsverbänden, Fachgesellschaften, Hebammen und Kliniken.

Quelle: Sayn-Wittgenstein F. zu (Hrsg.) (2007). Geburtshilfe neu denken. Bern: Hans Huber.

 

Die Forschungsprojekte des Verbund Hebammenforschung betreffen bis zum jetzigen Zeitpunkt die Themenbereiche:
- Frauen- und familienorientierte Versorgungskonzepte
- Hebammenarbeit und Gesundheitsförderung
- Gesundheitssystemforschung
- Ökonomische Evaluationen

 

Ein weiterer Entwicklungsschritt der Professionalisierung des Berufes Hebamme ist der im Wintersemester 2008/09 erstmalig begonnene Studiengang „Bachelor of Science in Midwifery“ an der Fachhochschule Osnabrück. Wichtige Vorarbeiten für die Entwicklung des Studiengangs wurden in einem Projekt des Verbund Hebammenforschung geleistet. Zudem bildet die Lehre ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Erkenntnissen aus der Forschung und der Anwendung des Wissens in der Praxis.


Gegründet wurde der Verbund Hebammenforschung 2004 als einer von vier Pflegeforschungsverbünden, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  (BMBF) gefördert wurden. Für die Jahre 2004 – 2007 bestand in einem aus vier Forschungsprojekten bestehenden Verbundprojekt eine Kooperation mit den Universitäten Osnabrück und Bremen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den abgeschlossenen Studien des Verbundprojektes. In der zweiten Förderphase des BMBF-Förderschwerpunktes „Angewandte Pflegeforschung“ kooperieren drei der Forschungsprojekte mit dem Pflegeforschungsverbund NRW.