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Konzeptentwicklung Hebammenkreißsaal

Ziel:               Entwicklung von Konzepten für den Hebammenkreißsaal

Zielgruppe:  Hebammen

Design:         deskriptive, qualitative Studie

Methode:      Fokusgruppengespräche mit dem Hebammenteam und problemzentrierte Interviews

                       mit Hebammen der Referenzklinik zu zwei Zeitpunkten und mit Hebammen einer 

                       Vergleichsklinik, Dokumentenanalyse

Laufzeit:       01.02.2004 - 14.08.2005

 

Untersuchung zu Betreuungskonzepten für die klinische Geburtshilfe

Foto: A. Siebe

Die Studie zur Konzeptentwicklung fokussiert die Identifizierung der Grund- und Wertehaltung im derzeitigen Arbeitsverständnis von klinisch tätigen Hebammen. Das Ziel ist die Erarbeitung berufsspezifischer Betreuungskriterien. 

 

Hieraus ergeben sich folgende Forschungsfragen:

  • Was sind aus Sicht der klinisch tätigen Hebammen Kriterien des Hebammenbetreuungskonzeptes?
  • Welchen Stellenwert haben beispielsweise Betreuungsprinzipien wie Beziehungsarbeit, Information und Aufklärung oder Betreuungskontinuität bei der derzeitigen Hebammenarbeit in der Klinik?
  • Vollziehen sich Veränderungen des Berufsverständnisses durch eine Reflexion in Form von supervisorischer Prozessbegleitung?
  • Unterscheidet sich das Berufsverständnis bei der Arbeit im Hebammenkreißsaal im Vergleich zur Arbeit im üblichen Kreißsaal?

 

Dahinter steht die Frage nach möglichen hebammenspezifischen Kriterien bei der klinischen Betreuung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen und ob sich diese vom medizinischen Betreuungsmodell unterscheiden.

 

Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Studiendesign. Aufgrund seiner subjekt- und prozessorientierten Vorgehensweise ermöglicht der Forschungszugang das Verständnis der Sicht der Teilnehmerinnen, des Ablaufs sozialer Situationen sowie der Veränderungen in der Hebammenarbeit durch die Implementierung des Hebammenkreißsaals.

 

Die Datenerhebung erfolgte durch eine Methodenkombination bestehend aus problemzentrierten Interviews (Witzel, 1982/ 89) und Fokusgruppengesprächen. Die Stichprobe für die Interviews besteht aus den Hebammen der Referenzeinheit, in welcher der Hebammenkreißsaal implementiert wurde, sowie den Hebammen einer Vergleichsklinik ohne Hebammenkreißsaal. Die erste Befragung fand von März bis April 2004 in beiden Kliniken statt. Die Hebammen der Referenzeinrichtung wurden von März bis April 2005 ein zweites Mal befragt. In der Referenzklinik fanden außerdem Fokusgruppengespräche zur supervisorischen Beratung zu vier Zeitpunkten statt.

 

Die Datenauswertung erfolgte in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (1994).

 

Dieses Projekt bildet die Basis für die anderen drei Projekte, in denen das Konzept Hebammenkreißsaal weiter evaluiert wird. Es wurde im Sommer 2005 abgeschlossen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist in Arbeit.

 

Ergebnisse s.a. Postergalerie 

 

Foto: C. Igney

Projektleiterin:

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein

 

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Antje Kehrbach, Dipl. Berufspädagogin, Hebamme (01.02.2004- 31.7.2005, und laufendes Promotionsvorhaben)

Simone Kirchner, Dipl. Psychologin, Hebamme (15.02.2004 - 14.08. 2005)

 

 

 

 

Wissenschaftliche Hilfskraft:

Astrid Krahl, Dipl. Pflegewirtin (FH), Hebamme (01.08.2004 - 31.12.2004)

 

Studentische MitarbeiterInnen:

Petra Wallmeyer, Hebamme, Studentin Pflegewissenschaft (01.04. 2004 - 30.09. 2004)

Simon Beraus, Krankenpfleger, Student Pflegewissenschaft (01.12.2004 - 31.07.2005)

 

Kontakt:

 

Stiftung Fachhochschule Osnabrück

Verbund Hebammenforschung

Postfach 1940

49009 Osnabrück

 

Tel: 0541 – 969 2024

 

Email: hebammenforschung@wi.fh-osnabrueck.de

 

Antje Kehrbach ist seit 8/2007 Referentin im Referat für Pflege, Ärztliche Angelegenheiten, Infektionsschutz und Gesundheitsfachberufe bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales Bremen,

Tel. 0421/ 361 9564, Antje.Kehrbach@gesundheit.bremen.de

 

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